Wie geht es Dir?

Wie geht es Dir?
Warum schweigst Du?

So manche Nachricht habe ich an Dich gesandt.
Habe nachgefragt.
Dir meine Zeit angeboten.

Eines Abends habe ich Briefpapier gesucht,
eine Kerze angezündet,
mich mit einer Tasse Tee hingesetzt und Dir geschrieben.
Vergeblich auf Antwort gewartet.

Ich war enttäuscht.
Ich habe mir Sorgen gemacht.
Ich habe nachgedacht.

Vielleicht ist Dir gerade alles zu viel.
Vielleicht wartest Du auf den richtigen Moment, um mir zu schreiben.
Um mir zu erklären, wie gelähmt und erschöpft Du gerade bist.

Jetzt bin ich dran.
Mit guten Gedanken für Dich im Schweigen und Warten.
Im Vertrauen auf unsere Beziehung und unsere Freundschaft.

Meine Frage soll nicht sein: Wie geht es mir mit Dir?
Meine Frage soll sein: Wie geht es Dir?

Ich hoffe, dass aus meinem vergeblich Warten ein Vergeben wird.
Irgendwann.
Wenn die Kraft wieder da ist.
Wir uns in die Augen sehen und fragen:
Wie geht es Dir?