Prädikanten und Prädikantinnen

Kein Ersatz für Pfarrer und Pfarrerinnen wollen Lektoren/ Lektorinnen und Prädikanten/ Prädikantinnen sein, sondern eine Ergänzung. Ihr Dienst hat das Priestertum aller Glaubenden als Fundament. Sie sind Menschen, die eine besondere Liebe zum Gottesdienst haben und in der Predigt das Wort Gottes mit ihrem Erfahrungs- und Berufshintergrund weitergeben, der oft weit außerhalb der kirchlichen Mauern liegt.

Sie bewerben sich nicht um dieses Ehrenamt, sondern werden aus der Mitte der Gemeinde heraus vorgeschlagen. Sie durchlaufen in ihrer Freizeit eine intensive Ausbildungs- und Vorbereitungszeit. Dabei lernen sie vor allem die Bibel und theologische Grundthemen kennen, sie beschäftigen sich mit Predigtlehre und Kommunikationswissenschaft. Sie machen Stimmbildung und erlernen die liturgischen Gesänge. Am Ende werden sie praktisch wie theoretisch geprüft.

Ein erster Schritt ist die Ausbildung zu Lektor oder Lektorin. Sie verwenden in ihren Gottesdiensten Lesepredigten, die sie für sich und ihre Gemeinde bearbeiten. Manche schließen nach einer Zeit der praktischen Erprobung noch die Ausbildung zu Prädikant oder Prädikantin an. Diese dürfen ihre eigenen Predigten verfassen. Viele von ihnen haben die Zulassung zur Abendmahlseinsetzung.

In den verschiedenen Kirchengemeinden freuen sich die Gemeindeglieder sehr über den Dienst ihrer Lektoren/ Lektorinnen und Prädikanten/ Prädikantinnen.

In unserem Prodekanat bietet Pfarrerin Barbara Franke regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für die Lektoren/ Lektorinnen und Prädikanten/ Prädikantinnen an. Begleitet werden sie außerdem von Dekan Christoph Grötzner, der ihr Dienstvorgesetzter ist.