Freitag: Umwelt nicht vergessen

Gestatten: Sepp, die Kirchen-Rabenkrähe



Ich liebe meine Kirche mit dem Turm und dem schönen Garten. Hier gefällt es mir – ganz ähnlich wie den Amseln und Rotkehlchen, den Spechten und Kleibern, den Blaumeisen - und, ja, auch den Tauben. Ganz zu schweigen von den Eichhörnchen, Igeln und Bienen. Frisches Wasser und so manche Nuss lasse ich mir hier schmecken. Und manchmal schaue ich einfach nur vorbei, um ein bisschen Gesellschaft zu leisten oder mir etwas erzählen zu lassen in so kontaktarmen Zeiten wie diesen.
 
In der Bibel ist von meinen Vorfahren die Rede. Sie bekamen von Gott einen wichtigen Auftrag. Sie brachten dem Propheten Elija Brot und Fleisch, als er sich vor dem bösen König Ahab versteckte, der ihm nach dem Leben trachtete (1. Könige 17, 4-6). Und sogar Jesus erwähnt uns und stellt uns euch Menschen als gutes Vorbild in Sachen Gottvertrauen vor Augen: „Seht euch die Raben an! Sie säen nicht und ernten nicht, sie haben weder Scheune noch Vorrats-kammer. Aber Gott sorgt für sie.“ (Lukas 12, 24) Ja, so ist es!

Und auch wenn ihr es kaum für möglich haltet: Ich bin ein Singvogel! Mein kerniges Krähen ist kein Geschrei, sondern Gesang in Gottes Ohren. Schon in Psalm 147 heißt es: „Stimmt ein Loblied an für den Herrn. Allen Tieren gibt er Futter, auch den jungen Raben, die zu ihm rufen.“ Wie die Stimmen all der anderen Vögel im Garten erklingt auch meine zum Lob Gottes.

Auch euer Gebet soll ein Loblied Gottes für seine wunderbare Schöpfung sein. Wie gut, dass ihr sie bewahren wollt. Auch dafür ist ja ein Vogel das sichtbare Zeichen: der Grüne Gockel.

Pfarrer Ralf Honig

 

Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie

Gottesdienst mit Regionalbischof Christian Kopp und Stadtdekan Dr. Bernhard Liess in St. Markus


Bildrechte: Pixabay

„DU“: Unter diesem Titel laden Regionalbischof Christian Kopp und Stadtdekan Dr. Bernhard Liess am Sonntag, 18. April 2021 um 18 Uhr in die St.-Markus-Kirche in München zu einem Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie ein. Der Gottesdienst richtet sich aber auch an Menschen, die in der Pandemie um jemanden trauern und an Menschen, die in der Krise Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen.

„Wir sind gerade noch dabei, diese Krise so gut wie möglich zu bewältigen, doch zugleich brauchen wir einen Moment, in dem wir trauern und an die Opfer der Pandemie denken können“, sagt Regionalbischof Kopp über den Gottesdienst. Auch Bürgermeisterin Katrin Habenschaden sowie Betroffene, die in Berufen tätig sind, in denen sie hautnah mit den Auswirkungen der Pandemie konfrontiert sind, wirken am Gottesdienst mit.

Im Zentrum des Gottesdienstes wird ein Vers aus dem 23. Psalm stehen: „Denn Du bist bei mir“. „Wir haben einen Vers aus dem Psalm 23 gewählt, weil er vielen Menschen bekannt ist und in dieser Krise eine besondere Kraft hat: Wir sind nicht allein mit unserer Angst.“, sagt Stadtdekan Dr. Bernhard Liess. Der Gottesdienst wird musikalisch gestaltet von Kirchenmusikdirektor Michael Roth.

Der Gottesdienst findet am gleichen Tag wie die zentrale Gedenkfeier des Bundespräsidenten statt. Er wird live gestreamt und kann auch online mitgefeiert werden.

Rückfragen bitte an: Philipp Stoltz, Referent Büro des Regionalbischofs, Evang.-Luth. Kirche in Bayern, Kirchenkreis München und Oberbayern, regionalbischof.muenchen@elkb.de, Tel. 089/55 95-415

Gabriele März, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Evang.-Luth. Dekanat München, pr.dekanat-muc@elkb.de, Tel. 089/28 66 19-15

 

What's your Passion?

Eine Andacht über Leiden, Leidenschaft, Leben.
Eine Andacht über die Leidenschaft Gottes, die wir an Ostern feiern.
Eine Andacht zu Ostern - nicht nur für Jugendliche.
Eine Andacht aus zwei Kirchengemeinden im Münchner Süden.

What's your Passion?

 

 

#lichtfenster

In diesen Wochen sterben in Deutschland täglich hunderte Menschen als Folge der Corona-Pandemie. In diesen dunklen Stunden möchten wir einen Weg aufzeigen, wie die Menschen ihre Trauer und ihr Mitgefühl ausdrücken können. Deshalb rufen wir gemeinsam mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Aktion #lichtfenster auf.

Stellen Sie an jedem Freitag bei Einbruch der Dämmerung ein Licht gut sichtbar in ein Fenster als Zeichen des Mitgefühls: in der Trauer um die Verstorbenen, in der Sorge um diejenigen, die um ihr Leben kämpfen, Mitgefühl mit den Angehörigen der Kranken und Toten.

Das Licht leuchtet Ihnen in Ihrer Wohnung aber auch Ihren Nachbarn und den Menschen auf der Straße. Es soll ein Zeichen der Solidarität in dieser doppelt dunklen Jahreszeit sein: Ich fühle mit Dir! Meine Gedanken sind bei Dir!

Gebet zur Aktion #lichtfenster

Barmherziger Gott,

„Licht ist das Kleid, das du anhast
(Psalm 104, 2)

Deswegen zünde ich eine Kerze an und stelle sie ins Fenster, um allen jenen zu leuchten, die unter der Pandemie leiden, die besorgt sind und Angst haben, die erschöpft sind von all der Hilfe, die sie geben wollen, die verzweifelt sind wegen all der Überforderung und dem Streit, die sie erzwingt.

„Der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.“
(Psalm 18,29)

Ich bitte für alle, die allein sind und einsam, die nicht besucht werden dürfen, die ohne Trost und Begleitung bleiben, segne sie mit Deiner Gegenwart und mache alle, die pflegen und versorgen, zu Engeln Deines Lichtes.

„Jesus Christus spricht: ich bin das Licht der Welt …“
(Johannes 8,12)

Ich bete für alle Menschen, die an Corona erkrankt sind und um ihr Leben kämpfen, schenke Ihnen Licht und Luft, Kraft und Mut, dass sie zurückfinden in ihr Leben.

„Denn bei Dir ist die Quelle des Lebens,
und in deinem Lichte sehen wir das Licht“
(Psalm 36, 10)

Auch bitte ich für alle Menschen,  die an Corona gestorben sind, hier und überall auf der Welt, nimm sie auf in dein Reich und schenke Ihnen ein Licht, das ihre Seele wärmt, und tröste alle, die weinen müssen um ihre Toten.

Gott, ich bitte dich aber auch für mich selbst und meinen Partner, für meine Kinder und Enkel, für meine Familie und meine Freunde, und für meine Feinde auch. Segne und behüte sie und uns alle, dass wir Zuversicht und Hoffnung behalten in diesen dunklen Zeiten. Amen.

Quelle: Website der ekd

 

Täglich: Psalmverse und Bonhoeffer

Die Psalmen haben Dietrich Bonhoeffer viel bedeutet.
"Der Psalter ist die große Schule des Betens überhaupt. Je tiefer wir in die Psalmen wieder hinein wachsen, und je öfter wir selber gebetet haben, desto einfacher und reicher wird unser Gebet werden."
Quelle: Gemeinsames Leben/Das Gebetbuch der Bibel

Darum für jeden Tag ein paar Psalmverse und ein Zitat von Dietrich Bonhoeffer.

Sonntag, 18. April
Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Psalm 23

"Die eigenen Wege führen im Kreise immer zu uns selbst zurück. Aber wenn Gott unsere Wege leitet, dann führen sie zu ihm. Gott leitet uns durch Glück und Unglück – immer nur zu Gott. Daran erkennen wir Gottes Wege."
Dietrich Bonhoeffer

Subscribe to Prodekanat München-Süd im Evang.-Luth. Dekanat München RSS