am 1. März ist Weltgebetstag

Wie immer am ersten Freitag im März. Es werden viele Gottesdienste in ökumenischer Verbundenheit gefeiert - auch in Ihrer Nähe.

Den Gottesdienst für dieses Jahr haben Frauen aus Pälästina über mehrere Jahre hinweg vorbereitet.

Das palästinänsische Komitee hat uns vor ein paar Tagen die folgenden Fürbitten ans Herz gelegt:

Wir beten für die Frauen, die in diesen Tagen Kinder und andere Familienmitglieder verlieren. Lass ihre Stärke ein leuchtendes Vorbild sein, wie sie alle Herausforderungen und Schmerzen in Würde ertragen.

Gib ihnen Mut, mit den Widrigkeiten umzugehen. Möge ihre Hoffnung auf Frieden und Wohlergehen inmitten dieser Schwierigkeiten hell erstrahlen.

In dieser Zeit des Krieges beten wir um die Heilung der Herzen und die Wiederherstellung des Friedens. Möge Mitgefühl Hass besiegen und möge das Leid all derer gelindert werden, die vom Krieg betroffen sind. Gewähre ihnen Kraft, Trost und Hoffnung auf eine bessere und harmonische Zukunft.

Wir beten für alle Familien, die Mitglieder verloren haben, für die Entführten, die Vermissten und alle, die noch unter Trümmern liegen. Möge Gottes Geist ihnen Geduld und Kraft schenken, während sie darauf warten, wieder zusammen sein zu können.

Herr Jesus, wir beten für das Ende aller Kriege, besonders in dem Land, das du Heimat genannt hast. Du bist unser Erlöser, der uns die wahre Bedeutung des Friedens gelehrt hat. Führe uns und gib uns Kraft, Frieden in unserem Alltag zu leben.

... und vergib uns unsere Schuld

Passionsandachten
Bildrechte fundus

Passionsandachten in der Evang.-Luth. Philippuskirche München-Giesing
(Chiemgaustraße 7).

15. Februar bis 21. März 2024, immer am Donnerstagabend um 19:00 Uhr in der Kapelle.

Eine knappe halbe Stunde mit Singen, Beten, Nachdenken über Schuld im eigenen Leben, über die Schuld der Kirche, über die Worte aus dem Vaterunser.

https://www.philippuskirche-muenchen.de

Gemeinsame Erklärung zur ForuM-Studie

Gemeinsame Erklärung der Landeskirchen und des Rates der EKD sowie des Bundesvorstandes der Diakonie Deutschland zur Aufarbeitungsstudie „ForuM“ vom 06.02.2024

1. Die Ergebnisse der ForuM-Studie legen ein jahrzehntelanges Versagen der evangelischen Kirche und der Diakonie auf allen Ebenen und in allen Landeskirchen offen. Betroffene Personen wurden nicht gehört, Taten nicht aufgearbeitet, Täter geschützt und Verantwortung nicht übernommen. Sexualisierte Gewalt gehört zur Realität unserer Kirche und unserer Diakonie. Diese Einsicht nimmt uns in die Pflicht. Wir übernehmen die Verantwortung.

2. Mitte Februar wird das Beteiligungsforum zusammen mit Forschenden die Ergebnisse und Empfehlungen erstmals beraten. Wir unterstützen diesen Diskussionsprozess im Beteiligungsforum. Dort, in unseren Landessynoden und vor Ort in den Kirchenkreisen und Gemeinden sowie auf allen Ebenen der Diakonie werden wir uns mit den Ergebnissen der ForuM-Studie und ihrer Bedeutung für unsere Kirche und Diakonie transparent und offen auseinandersetzen.

3. ForuM macht deutlich, dass wir oft nicht einheitlich, nicht betroffenenorientiert und nicht mit der nötigen Initiative vorgegangen sind. Daher ist es richtig, dass nun Betroffenenvertreter*innen sowie kirchliche und diakonische Beauftragte im Beteiligungsforum der EKD einen klaren Maßnahmenplan für die evangelische Kirche und Diakonie insgesamt entwickeln. Wir stehen hinter diesem Grundsatz der direkten Mitentscheidung von Betroffenenvertreter*innen im Beteiligungsforum. Und wir verpflichten uns zu einheitlichen Standards der Prävention und Transparenz, einheitlichen Anerkennungsverfahren und einem einheitlichen Prozess der weiteren Aufarbeitung sexualisierter Gewalt.
 

Aktiv gegen Missbrauch

Die am 25. Januar präsentierten Ergebnisse der ForuM-Studie zur sexualisierten Gewalt in der Evangelischen Kirche haben viele von uns entsetzt. Sie haben eindringlich gezeigt, wie wichtig dieses Thema ist und wie viel ernster als bislang wir es nehmen müssen.

Wir können selbst nichts ändern an allem Missbrauch, der in der Vergangenheit in der Evangelischen Kirche und Diakonie geschehen ist. Zu allem Notwendigen, was zur Aufarbeitung getan werden muss, können wir in unseren unmittelbaren Handlungsbereichen wenig beitragen.

Was wir aber beitragen können, ist das engagierte und konsequente Arbeiten daran, dass Gewalt und Übergriffe in Zukunft verhindert werden: Wir können uns informieren und Kompetenz erwerben, aufklären, wachsam sein und hinschauen. Hier ist noch viel Potenzial, und ich bitte Sie, uns zu unterstützen. Es sollte uns allen, die wir – in welcher Form auch immer – in der Evangelischen Kirche mitarbeiten, Ehrensache sein.

Präventionsschulungen

Als Präventionsbeauftragte des Prodekanats München-Süd und des Dekanatsbezirks München setze ich mich für die Prävention sexualisierter Gewalt in Kirchengemeinden und Gremien, in Schulen und anderen Kontexten ein. Das Prodekanat bietet regelmäßig Schulungen an – haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende können und sollen sich dazu anmelden. Nach der Schulung erhalten alle ein Zertifikat, das sicherlich auch in anderen Zusammenhängen nützlich sein kann. Ich bitte alle Mitarbeitenden, sich die Zeit zu nehmen, um die Prävention sexualisierter Gewalt in unserer Kirche voranzubringen. Und ich bitte darum, das Schulungsangebot des Prodekanats München-Süd weiterzutragen und dafür zu werben.

Die nächsten Termine sind:

Dienstag, 27. Februar 2024
Mittwoch, 6. März 2024
Montag, 11. März 2024

jeweils 19:00 – 21:00 Uhr, jeweils in der Evang.-Luth. Gethsemanekirche in Sendling-Westpark (Ettalstraße 3)
Den aktuellen Flyer finden Sie hier. Anmeldung bitte unter diesem Link oder per E-Mail ans Prodekanatsbüro.

Schutzkonzepte

Ebenfalls zur Präventionsarbeit gehört die Entwicklung von Schutzkonzepten gegen sexualisierte Gewalt in den Kirchengemeinden, die in der Folge der ForuM-Studie vehement und zu Recht eingefordert werden. Bis zur Jahresmitte 2024 wollen wir in allen unseren elf Gemeinden den ersten Schritt auf dem Weg zum Schutzkonzept gegangen sein. Ich unterstütze die Gemeinden auf diesem Weg und bitte die Kirchenvorstände, diesbezüglich Kontakt mit mir aufzunehmen (christine.glaser[at]elkb.de). Für erste Information und Planung benötige ich ein Zeitfenster von 45 Minuten in einer der nächsten Kirchenvorstandssitzungen und bitte um zwei Terminvorschläge, damit wir hier bald konkret werden können.

Konfi-Arbeit und Gottesdienst

Gerne gestalte ich in allen Gemeinden eine Konfi-Einheit und einen Gottesdienst zum Thema sexualisierte Gewalt. Bitte sprechen Sie mich an: christine.glaser[at]elkb.de.


Alles dies sind kleine Schritte in einem weiten Feld. Die ForuM-Studie hat gezeigt, wie unverzichtbar es ist, jeden einzelnen miteinander zu gehen, um als evangelische Christinnen und Christen glaubwürdig zu sein.

Christine Glaser

Geschäftsführende stellvertretende Dekanin im Prodekanat München-Süd
Präventionsbeauftragte des Prodekanats München-Süd und des Dekanatsbezirks München

 

jeden Freitag in Solln

Gebet für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung

(Bitte klicken Sie für die größere Ansicht auf das Plakat)